Kunstwerke und Künstler 2016 und 2017

"Kunst trifft Milch" - Projekt 2017 im Kreis Mayen-Koblenz

Bei der Weiterführung des Projektes von 2016 wird Kunst rund um die Milch in diesem Jahr auf eine neue Ebene gehoben: Bei einem Symposium haben drei Künstler in ihren eigenen, ganz unterschiedlichen Stilrichtungen das Güllesilo der Familie Rueben (30m auf 5m) in Münstermaifeld verziert.

            

Informationen zu den Einzelkünstlern und den Aussagen der Kunstwerke:

Bustart aus Basel

Er beschreibt seine Arbeit als Graffitipop, einer Mischung aus klassischem Graffiti vermischt mit comicartigen Pop-Up Sujets. Sein Teil des Kunstwerkes in Münstermaifeld behandelt das Thema Milchwerbung im Stil der ‘70er und ‘80er Jahre. Als kleine Besonderheit baute er den Namen „Rueben“ mit in das Kunstwerk ein.

Mehr Informationen zum Künstler unter art-of-bust.com.

 

Hombre aus Mannheim/Nürnberg

Sein Hintergrund liegt im klassischen, figurativen Graffiti. Seine Motive zieht er aus dem Alltag – er bildet ab, was seine Welt ausmacht und interpretiert seinen eigenen Mikrokosmos. Bei Familie Rueben setzte er das um, indem er eine zufriedene Kuh (als Vorbild dienten die Milchkühe der Familie) auf einer Wiese sprayte – genau so, wie die Tiere in typischen Kinderbüchern dargestellt werden.

Mehr Informationen zum Künstler unter Homboog.com.

 

Carl Kenz aus Kaiserslautern

Er kreiert nahezu realistische Utopie-Welten, immer begleitet von Tentakeln. Seine surrealistischen Bilder implizieren häufig eine Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt. Auf dem Güllesilo kreierte er ein gesellschaftskritisches Kunstwerk, das die harte Arbeit der Landwirte darstellt. Stellvertretend dafür steht eine Milchflasche, die durch den Druck, der auf ihr ruht, zu zerbrechen droht.

Mehr Informationen zum Künstler unter arsvivenda.com.

Fotos von Le Marque.

  

 "Kunst trifft Milch" - Projekt 2016

Über das Kunstwerk in der Eifel (2016)

Der Künstler Carl Kenz macht in Biesdorf bei Familie Bormann (Eifel) auf das harte und vielfältige Wirkungsfeld der Milchbauern aufmerksam. Ziel ist es, dem Betrachter zu verdeutlichen, dass hinter der Milchpackung im Supermarkt die alltägliche, oft schwere Arbeit von Menschen steht. Im Zentrum des Werkes befindet sich – wie auch auf dem Hof selbst – die Kuh. Davon ausgehend halten Tentakel Symbole der alltäglichen Arbeit auf dem Betrieb einerseits und die Endprodukte andererseits fest im Griff. Mit dieser Darstellung soll die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Betätigungsfelder gelenkt werden. Dem Beobachter wird außerdem deutlich gemacht, dass der Milchbauer häufig noch mehr als zwei Arme benötigt, um das Arbeitspensum zu stemmen und den unterschiedlichen Ansprüchen an die Milchgewinnung (Tierwohl, Hygiene, Qualität, Inhaltstoffe etc.) gerecht zu werden.

Über den Künstler

Tentakel sind die Hauptakteure des Künstlers Carl Kenz aus Kaiserslautern. Sie tauchen in seinen Werken immer wieder in den verschiedensten Formen und Arten auf. KENZ greift in diesen Werken die Mythologie um die gefährlichen Lebewesen auf und inszeniert sie entgegen aller Erwartungen als lebensrettende intelligente Wesen. Bei genauem Betrachten entpuppen sich die Tentakel als liebenswerte Lebewesen. Auf diese Weise werden nicht nur Schönheitsideale hinterfragt, auch Vorurteile werden widerlegt. Es zeigt das Spiel aus Sein und Schein, Wirklichkeit und Vorstellungskraft.
In einer Selbstauskunft zu seinem künstlerischen Universum, schriftlich festgehalten von Antonia Nymstrøem, heißt es:
„227,9 Millionen km von der Sonne entfernt erblickte Carl KENZ das Licht des Universums. Doch eines Tages fand sich Kenz verwirrt auf dem Planeten Erde wieder. Auf den ersten Blick schien alles voller Möglichkeiten, doch der Schein trog. Es war nur das idealisierte, künstlich gesäuberte Selbstbild der Gesellschaft. Jeder Quadratmeter des Großstadtdschungels wurde nach funktionalen Ansprüchen ausgerichtet und ökonomisiert. Auf der Suche nach echtem Leben stieß Kenz in einem verwinkelten Hinterhofkomplex das erste Mal auf etwas Überwältigendes. Bunte Farben und organische Formen, wie er sie von seinem Heimatplaneten kannte, faszinierten ihn auf den ersten Blick. Graffiti. Seit diesem Tag versucht auch er seine Utopie an die Wände und Leinwände dieser Welt zu bringen, um diese zu verschönern und ein wenig bunter zu machen. Er realisiert seine Utopie-Orte und konstruiert dadurch Heterotopien, die sich gegen die Disziplinar- und Kontrollgesellschaft richten.“ Mehr Informationen www.arsvivenda.com.

 

Über das Kunstwerk in der Westpfalz (2016)

Das Kunstwerk in Matzenbach soll ein Gefühl der Freude hervorrufen. Der Künstler Bonzai aus London schaffte um die Prämisse, dass Milch gut für den Menschen ist, ein Bild des Glücks: Blauer Himmel, saftiges, grünes Gras, Kühe auf der Wiese…kurz: Natur pur. Im Mittelpunkt und als zentraler Blickpunkt sprayte der Künstler dann eine Kuh mit ihrem Kalb, die über einen Zaun schauen. Zusammen mit einem frischen Glas Milch auf der linken Seite und einem hellen, klaren Schriftzug „Milch ist gut für Dich“ wurde das Silo in ein strahlendes Bild verwandelt, das für Milch wirbt und für viele Jahre bewundert werden kann.

Über den Künstler

Bonzai ist ein Berufskünstler mit über 20-jähriger Erfahrung in Graffiti. Er ist spezialisiert in technische, abstrakte Buchstaben, Hintergründe und Figuren. Er begeisterte sich das erste Mal für Graffiti als die erste Hip-Hop-Welle die britischen Küsten Mitte der 80er erreichte und ist seitdem ein wesentlicher Teil der Szene. Seit den letzten 15 Jahren lebt und arbeitet er in London. Er sieht es als seine Aufgabe an, die Kunstform weiterzubringen. Mit dem Jahreswechsel zu 2009 veränderte er alles und setzte sich selbst das Ziel, so regelmäßig wie möglich in einem neuen Stil zu malen, abstrakte Formen zu mischen, ein hohes Maß an Detailgenauigkeit und fließende Übergänge in seinen Werken einzusetzen. Seine Nische fand er, indem er keine Angst vor neuen Ideen und ungewöhnlichen Farben hatte. Bonzai bemüht sich fortlaufend, sich selbst und seine Werke auf immer neue Entwicklungsstufen zu heben und strebt es an, jedes Stück komplexer, farbiger und besser als das letzte zu machen.

Veranstaltungstermine

  • 19.08.2017 - 15.00 Uhr

    Auftritt der Milchkönigin
    54516 Wittlich
    Säubrenner-Kirmes

  • 23.08.2017 - 19.00 Uhr

    Informationsveranstaltung
    54550 Daun-Rengen, Dorfgemeinschaftshaus
    Referentin: Marion Erlemeier

  • weitere Veranstaltungen »
  • © Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz e.V.
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    Tel. 0671 - 88 60 250 • Fax 0671 - 88 60 255 • E-Mail: info@milag.net