Schulmilch in Rheinland-Pfalz

Nicht ohne Grund wird bereits seit 1977 der Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in Kindergärten und Schulen über das EU-Schulmilchprogramm gefördert. Milch ist ein idealer Bestandteil der Pausenverpflegung von Kindern und Jugendlichen. Aufgrund ihrer günstigen Zusammensetzung bietet sie optimale Voraussetzungen für Gesundheit und Wachstum sowie für körperliche und geistige Fitness der Kinder. Über die finanzielle Förderung von Schulmilch soll der Konsum von Milch und Milchprodukten bei Kindern und Jugendlichen angeregt und die Milch als ein gesundes und zugleich junges und dynamisches Getränk auf dem Markt zu positioniert werden.

Nachfolgend die wesentlichen Fakten zum Schulmilchprogramm:


Welche Milchprodukte werden gefördert?

Gefördert werden

  • Vollmilch und teilentrahmte Milch: als Frischmilch, ESL-Milch und H-Milch
  • Milchmischgetränke aus Vollmilch und teilentrahmter Milch (z. B. Kakao, Vanille-, Erdbeermilch, ...)
  • Naturjoghurt mit einem Fettgehalt von 1,5 – 3,5 %
     
 Höchstpreisliste Schulmilch 

 

Wie kommen Schulen und Kindertagesstätten an Schulmilch?

Alle Einrichtungen, die Schulmilch beziehen möchten, können über die Bundesländer EU-Gelder in Form einer Beihilfe beantragen. Dank dieser Schulmilchbeihilfe können die Hersteller oder die Vertreiber von Milch sowie der genannten Milchprodukte ihre Ware an Kindergärten und Schulen verbilligt anbieten.
Konkret läuft die Abwicklung in Rheinland-Pfalz über die Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises, Fachbereich Landwirtschaft (Ludwigstr.3-5, 55469 Simmern). Interessierte Schulen wählen an Hand einer Liste einen Lieferanten aus. Mögliche Lieferanten sind Molkereien, Händler, Caterer, Landwirte oder auch Einzelhändler möglichst vor Ort. Über den Lieferanten stellt die Schule den entsprechenden Antrag bei der Kreisverwaltung. Der Lieferant rechnet mit Schule und Kreisverwaltung ab. Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung sind Frau Heike Auster (Tel.: 06761/82833) und Herr Manfred Manderscheid (Tel.: 06761/82836).

 Antrags-und-Erklärungsvordruck Schulmilch

 

Was muss zusätzlich in den Schulen organisiert werden?

Üblicherweise bringt der Lieferant die Milch in die Schulen. Dort müssen die entsprechenden Lager- und Kühlmöglichkeiten vorhanden sein. Der weitere Weg muss fest geregelt werden. Dies betrifft sowohl die Verkaufszeiten als auch das Verkaufspersonal. Für den Verkauf der Produkte kann das Personal der Schule, ein Caterer, das Küchenpersonal, die Eltern oder auch die Schüler in Frage kommen. Bestimmte Hygienevorschriften nach dem Infektionsschutzgesetz müssen eingehalten werden.

Leider nehmen zur Zeit nur etwa 13 % der Kindergärten und Schulen in Rheinland-Pfalz am Schulmilchprogramm teil. Das hat unterschiedliche Ursachen. Zum einen ist die Gewinnspanne der Lieferanten wegen der niedrigen Beihilfehöhe (derzeit 18,15 Cent/Kg) und der festgesetzten Abgabehöchstpreise gering. Zum anderen ist die Verteilung der Milchprodukte in den Schulen nicht immer optimal organisiert und das Produkt Schulmilch wenig attraktiv für die Schüler gestaltet.
Hier sollten neue Ansätze gestartet werden, um den Konsum von Schulmilch zu steigern. Gelingen kann das, ...

  • wenn wirtschaftliche Argumente in den Hintergrund geraten.
  • wenn das Produkt Schulmilch für Schüler attraktiver gestaltet wird, das heißt in erster Linie auch preisgünstiger, um im Wettbewerb mit anderen Pausenverpflegungen konkurrieren zu können.
  • wenn das Produkt ansprechend verkauft wird.
  • wenn Milch als gesundes Nahrungsmittel im Unterricht bekannt gemacht wird.

Positiv anzumerken ist, dass es im Jahr 2008/2009 einen Zuwachs von 11,6% im Vergleich zum Vorjahr in Rheinland-Pfalz gab. Damit hat Rheinland-Pfalz zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Hamburg den höchsten Zuwachs bundesweit.

Schulmilchbotschafterinnen der Milag führen praxisorientierte Unterrichtseinheiten in Schulen und Kindergärten durch. Mehr dazu unter „Projekt Milch an Schulen“. Die Beraterinnen der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz unterstützen die Verantwortlichen in Schulen und Kindertagesstätten, z. B. durch Beratung wie ein „Kiosk“ Schulmilch organisiert werden kann oder in Form interessanter Programme zur Ernährungsbildung in den Schulen. Mehr Informationen im Internet finden Sie auf den Seiten der Ernährungsberatung des DLR.  Außerdem gibt es interessante Informationen für Lehrer, Schüler und Eltern auf den Seiten des Schulmilchteams Joe Clever.

Quelle: Jörg Morschett, ADD

 

Hier finden Sie eine aktuelle Liste der

Schulmilchlieferanten 


in Rheinland-Pfalz.
 

Veranstaltungstermine

  • 21.02.2017 - 19.00 Uhr

    Informationsveranstaltung
    55239 Gau-Odernheim, Realschule
    Referentin: Yvonne Riede

  • 22.02.2017 - 19.00 Uhr

    Informationsveranstaltung
    66871 Herrschweiler, Dorfgemeinschaftshaus
    Referentin: Hiltrud Schappert

  • weitere Veranstaltungen »
  • © Milchwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz e.V.
    zurück   hoch   drucken
    Riegelgrube 15-17 • 55543 Bad Kreuznach
    Tel. 0671 - 88 60 250 • Fax 0671 - 88 60 255 • E-Mail: info@milag.net