Tag der gesunden Ernährung am 07. März 2012: Nahrungsmittelunverträglichkeiten meistern

Für alle, deren guten Essensvorsätze für das Jahr 2012 wieder in Vergessenheit geraten sind, gibt es nun die passende Erinnerung: Am 07. März findet der „Tag der gesunden Ernährung“ statt. Unter dem Motto „Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Ursachen, Diagnose und Therapie“ finden deutschlandweit Info-Veranstaltungen rund um Lebensmittel und Gesundheit statt.

Eine der bekanntesten Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist die Laktoseintoleranz. Etwa 15% der Deutschen leiden unter einer Unverträglichkeit gegenüber dem Milchzucker Laktose. Dabei fehlt dem Körper ganz oder teilweise das Enzym Laktase, das den Milchzucker im Darm aufspaltet. Somit gelangt die Laktose in den Dickdarm, in dem sie Bakterien zersetzen. Folgen sind Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Völlegefühl, Blähungen, Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen.
Häufig verträgt der Betroffene kleinere Mengen an Milchzucker. Jeder Körper reagiert unterschiedlich, deshalb existieren keine pauschalen Ernährungsempfehlungen. Eine individuelle Austestung ist erforderlich. Hartkäse enthält in der Regel keinen Milchzucker und ist dadurch eine gute Quelle, um den Calciumbedarf zu decken. Sauermilchprodukte liefern eine Teillösung des Problems gleich mit: Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien unterstützen die Laktoseaufspaltung. Dadurch werden Joghurt, Dickmilch und Co. häufig besser vertragen als Milch pur. Nicht allen Lebensmitteln sieht man an, dass sie Milchzucker enthalten, deshalb ist Vorsicht geboten bei „verstecktem“ Milchzucker in z.B. Wurstwaren, Süßigkeiten, Fertiggerichten oder auch Arzneimittel. Eine Alternative bieten auch laktosefreie Milchprodukte, z.B. von der rheinland-pfälzischen Molkerei Milch-Union Hocheifel eG. Laktosefreie Milch schmeckt übrigens süßer – anstatt Milchzucker enthält diese nämlich Glucose und Galactose, die eine höhere Süßkraft haben.
Bitte nicht verwechseln: Die Kuhmilchallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf das  Milcheiweiß. Bei allen Allergien ist es wichtig nicht auf Verdacht Lebensmittel zu meiden, denn dann kann es zu einer vermeidbare Unterversorgung kommen.
Gesunde Ernährung ist das ganze Jahr über bedeutend. Aufklärungsarbeit sollte insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ansetzen, weil sich jüngere Menschen leichter auf neue Dinge einlassen und  das Wissen in die Familien tragen. Das Projekt „Milch an Schulen“ der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz e.V. sorgt in ganz Rheinland-Pfalz dafür, dass an Schulen Ernährungsunterricht zum Thema Milch stattfindet. Mehr Informationen unter www.milag.net/projekt-milch-an-schulen.htm.

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